Förderkonzept

Mit dem Schuljahr 2010 / 2011 endeten die Übergangsregelungen zur Versetzungsordnung. Es gibt nur noch drei Versetzungstermine für Schüler und Schülerinnen:

  • Ende der 6. Klasse – Übergang von der Orientierungsstufe zur Sekundarstufe I
  • Ende der 9. (10.) Klasse – Übergang von der Sekundarstufe I zur Oberstufe / Einführungsphase
  • Ende der 10. (11.) Klasse – Übergang von der Einführungs- in die Qualifizierungsphase

Der Übergang von der Sekundarstufe I in die Oberstufe wird für die SchülerInnen eine hohe Hürde sein, denn zum einen darf in der Regel keine Note schlechter als ausreichend sein, zum anderen haben viele SchülerInnen gerade in dieser Lebensphase erhebliche Leistungseinbrüche. Ohne eine drohende Nicht-Versetzung oder eine Nachprüfung finden etliche SchülerInnen nicht die Energie – da scheinbar die unmittelbare Notwendigkeit eben nicht besteht, Lücken aufzuholen und wieder den Anschluss zu finden. Dies ist in einigen Fächern (z.B. Mathematik, Französisch, Latein) fatal, da alles aufeinander aufbaut.

Nun kann die Lösung nicht heißen, dass die Leistungsansprüche herabgeschraubt werden, damit am Ende der Sekundarstufe I nicht im großen Stil SchülerInnen die Klasse wiederholen müssen.

Deshalb müssen in der Sekundarstufe I SchülerInnen intensiv gefördert und nötigenfalls zur Nacharbeit von Unterrichtsstoff verpflichtet werden.

 

Fördermaßnahmen:

  1. Intensivierungsstunden: Im 7. Jahrgang gibt es zwei Intensivierungsstunden, sie sollen – sofern die personelle Möglichkeit besteht – für die 2. Fremdsprache und Mathematik eingesetzt werden. Die Intensivierungsstunden sind klassenbezogen, es soll binnendifferenzierend gearbeitet werden.

    Mit G8 gibt es in den Jahrgängen 8 und 9 je eine Intensivierungsstunde. Die Stunden werden klassenübergreifend erteilt. Nach Kapazität können die SchülerInnen zwischen den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik oder Latein eine Stunde zur Intensivierung wählen.

  2. Wahlmodule: Aus dem Stundenkontingent für die Sekundarstufe I kommen 6 Stunden zur individuellen Förderung von SchülerInnen, sie werden gleichmäßig auf die 3 Jahrgänge verteilt. Die Module werden auf die Belegpflicht der SchülerInnen angerechnet; die einzelnen Module sind inhaltlich Fächern oder Aufgabenfeldern zuzuordnen. Innerhalb des Modulangebots gibt es in Bezug auf mehrere Fächer Module, in denen die Grundlagen eines Fachs wiederholt werden. Grundsätzlich können SchülerInnen durch die Klassenkonferenz den Grundlagenmodulen zugewiesen werden.

  3. Hausaufgabenhilfe: Die Hausaufgabenhilfe (verantwortliche Lehrkraft, Schülerlehrer, enge Zusammenarbeit mit Fachlehrkräften) wird an vier Nachmittagen angeboten. Sie wird für den 9. Jahrgang durch weitere Stunden ergänzt. Zum anderen sollen je nach zur Verfügung stehenden Lehrerstunden hier weitere Arbeits- und Fördermöglichkeiten für das letzte Jahr vor der Versetzungsentscheidung am Ende der Sekundarstufe I geschaffen werden. Die Hausaufgabenhilfe kann als ein Fördermodul angerechnet werden. Grundsätzlich können SchülerInnen durch die Klassenkonferenz der Hausaufgabenhilfe zugewiesen werden.

  4. Ausblick: Modelle zum „Coaching“ einzelner SchülerInnen, zur Verbesserung der Arbeitshaltung, der Arbeitstechnik sowie der Arbeitsmotivation sollen entwickelt und beraten werden.