Presse

Tutti-Contest-Preis 2015: Ein Konzert der Extraklasse

Am Montag dem 25. Januar hatten wir erneut das große Vergnügen, die Teilnehmer des Tonali Wettbewerbes im Preiskonzert, das im Rahmen des Tutti-Contests steht, zu hören. Die meisten der Musiker sind extra nach Pinneberg gereist, einige sogar aus dem Ausland, um in der Christuskirche für uns zu spielen. Für uns Zuschauer hat das natürlich eine Bühne voller hervorragender Solisten bedeutet. Das von Teilnehmer Christoph Heesch zusammengestellte Programm, aus einem angenehmen Mix von Deutscher und Südamerikanischer Musik hat für ein mitreißendes, abwechslungsreiches Konzert gesorgt. Vor allem aber hat das Konzert nochmals das Talent der Teilnehmer und die Vielseitigkeit des Instruments gezeigt, auf dem neben dem herkömmlichen Streichen und Zupfen einige weitere durchaus kreative und ungewöhnliche Methoden gefunden wurden, die musikalische Kulisse zu erschaffen, die uns Zuschauer so sehr gefallen hat. Die vorgetragenen Stücke stammen nicht nur aus ganz verschiedenen Ecken der Welt, sondern gehören auch mehreren Musikgattungen und Epochen an. Selten kann man Musik auf so einem hohen Niveau von so jungen und begabten Cellisten hören. Jedes der Stücke hatte seine eigene Besonderheit und die Besetzung war vielfältig, sodass es immer etwas Neues zu bewundern gab. Besonders aufgefallen ist mir allerdings die Freude und Leidenschaft, mit der die Musiker gespielt und somit eine unglaubliche Atmosphäre geschaffen haben, die vollgepackt war mit Spannung und musikalischem Reichtum. Oftmals konnte ich nicht anders, als im Angesicht ihrer Vorführung lächeln, beispielsweise bei dem Stück, das den pfiffigen Straßenjungen beschreibt, der seinen Unfug treibt. Zusätzlich hat uns die Moderation der jungen Cellisten geschickt in das Stück eingeführt, sodass auch der Laie die Musik verstehen konnte, die immer wieder ins Fantastische rückte, um uns fallende Engel, fröhliche Tänze und wohlklingende Hymnen vorzutragen. In diesem Sinne bedanken wir uns bei den Musikern für ein so wunderbar harmonisches, überraschungsreiches, mit Witz und Fantasie erfülltes und vor allem unvergessliches Konzert.

Ananta Effendie, Ea

 

Silbermedaille für Mathe-Ass

Adrian Riekert nimmt erfolgreich an der Internationalen Mathematik-Olympiade in Südafrika teil.

Geistige Höchstleistungen im Schatten des Tafelbergs. Der Pinneberger Adrian Riekert kehrt mit einer Silbermedaille im Gepäck von der 55. Internationalen Mathematikolympiade (IMO) aus dem südafrikanischen Kapstadt zurück. Vom 3. bis zum 13. Juli traten die besten Nachwuchsmathematiker der Welt in der afrikanischen Metropole gegeneinander angetreten. Am Sonnabend folgte die feierliche Siegerehrung.

Für den Pinneberger bedeutet die Silbermedaille eine Steigerung gegenüber der Mathe-Olympiade 2013 in Kolumbien. Damals reichte es für Riekert zu Bronze. Der 17-Jährige gewann im Februar den Bundeswettbewerb Mathematik im hessischen Schmitten. Für diesen Sieg wurde der Schüler der Johannes-Brahms-Schule in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. „Wir freuen uns sehr über dieses hervorragende Abschneiden der deutschen Mannschaft“, sagt Hanns-Heinrich Langmann, der bei Bildung & Begabung die bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe leitet, zu denen auch der IMO-Auswahlwettbewerb zählt. „Das Ergebnis beweist, dass die deutschen Nachwuchsmathematiker auch auf internationaler Ebene brillieren.“

Insgesamt hatten 560 Schüler und Mannschaften aus 101 Ländern an der IMO teilgenommen. Mit den sechs Silbermedaillen und dem 16. Platz konnte das deutsche Team das gute Ergebnis aus dem Vorjahr (zweimal Silber, viermal Bronze) noch einmal übertreffen.

Für Lars Munser aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Matthias Paulsen aus Miesbach (Bayern) hätte es fast zu noch mehr gereicht: Nur ein Punkt trennte die beiden von einer Goldmedaille. So freuen sie sich gemeinsam mit Vincent Grande (Leipzig, Sachsen), Christian Bernert (Bückeburg, Niedersachsen) und Ferdinand Wagner (Leipzig, Sachsen) über Silber und ein Gesamtergebnis von 152 Punkten. Im inoffiziellen Ranking der Länder bedeutete das einen 16. Platz. Den ersten Platz belegte das Team aus China vor den USA und Taiwan.

Die sechs deutschen Teilnehmer sind Preisträger des Bundeswettbewerbs Mathematik oder der Mathematik-Olympiaden in Deutschland

Pinneberger Tageblatt vom 15.07.2014

Pinneberg hat einen Super-Schüler

Niklas Henke erreicht an der Johannes-Brahms-Schule 896 von 900 Punkten

Auf Niklas Henkes Abiturzeugnis steht die Note 1,0. Besser geht’s nicht. Offiziell zumindest. Denn tatsächlich erreichte Niklas an der Johannes-Brahms-Schule 896 von 900 möglichen Punkte. Das entspricht eigentlich einem Notenschnitt von 0,68. Es dürfte eines der besten Abiture in Schleswig-Holstein sein. Auch wenn das Thomas Schunck, der Sprecher des Bildungsministeriums in Kiel, noch nicht offiziell bestätigen kann. „Wir bekommen die Endergebnisse erst in den nächsten Wochen von allen Schulen zugeschickt“, so Schunck im Gespräch mit dieser Zeitung.

Rektorin Ortrud Bruhn kann sich jedenfalls an keinen besseren Schüler in der Geschichte der JBS erinnern. Und was sagt Niklas? „Die Herausforderung hat mich gereizt.“ Seine Eltern hätten ihm keinen besonderen Druck gemacht, auf einen besonderen Numerus Clausus habe er ebenfalls nicht gepaukt. Intrinsische Motivation nennt man das wohl. „Ich habe in der 12. Klasse angefangen, auf meine Leistungen aufzupassen“, erzählt Niklas. Das Lernen sei ihm aber schon immer relativ leicht gefallen. Dass es dann aber auch in Deutsch zu 15 Punkten im schriftlichen Abitur gereicht hat, überraschte den Schüler dann doch. „Ich habe eher eine naturwissenschaftliche Neigung“, sagt er. Die Prüfungen in Mathe und Physik seien daher das kleinere Problem gewesen. 15 Punkte im mündlichen Abi – in Wirtschaft und Politik – war dann das Sahnehäubchen. Gelernt habe er für die Prüfungen jeweils etwa drei Wochen. „Dann allerdings schon intensiv, häufig den ganzen Tag.“

Ein weiteres Mosaiksteinchen für Niklas’ Traumergebnis war die Besondere Lernleistung in Physik. Ein Jahr forschte er am Deutschen Elektronensynchrotron (Desy) in Hamburg. Mit seinen Resultaten konnte sich der Schüler nicht nur eine mündliche Abiturprüfung sparen. Niklas nahm anschließend auch am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil und erreichte das Bundesfinale. Erforschen, was die Welt im Innersten zusammenhält, das möchte Niklas auch weiter tun. Im Oktober will er ein Physikstudium beginnen. In Heidelberg oder Göttingen. „Ich habe richtig Lust, im Herbst damit loszulegen“, betont der Abiturient. Die verbliebenen Monate möchte Niklas allerdings zum Ausspannen und Feiern nutzen.

Pinneberger Tageblatt vom 05.07.2014

Mit dem Stipendium nach Uruguay

Ein 15-jähriger Schüler der Johannes-Brahms-Schule wird wegen ehrenamtlichen Engagements von einer Stiftung gefördert. 

Ein Schuljahr im Ausland ist bei vielen Jugendlichen heiß begehrt. Für fünf Schüler wird dieser Traum im Sommer wahr. Sie haben ein Austausch-Stipendium der Deutschen Stiftung Völkerverständigung gewonnen.

Einer von ihnen ist der 15-jährige Yunis Wirkus aus Rellingen. Er besucht die Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg. Die Stiftung fördert den Schüleraustausch und vergibt Stipendien an ehrenamtlich aktive Schüler.

Die Austausch-Stipendiaten haben unterschiedliche Ideen und Ziele für ihren Auslandsaufenthalt. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie engagieren sich vielfältig ehrenamtlich. Die Stipendiaten kommen aus Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Yunis Wirkus lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in Rellingen. Er ist 15 Jahre alt, besucht die zehnte Klasse der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg. Er startet im Sommer für elf Monate nach Uruguay und wird dort in einer Familie leben und in die Schule gehen. An Uruguay reizt ihn die ganz andere Kultur, gerade auch, weil dies ein außergewöhnliches Ziel für den Schüleraustausch ist.

Für das Stipendium hatte er sich durch sein ehrenamtliches Engagement qualifiziert: Er ist Mitglied in der freiwilligen Jugendfeuerwehr Rellingen und beteiligt sich aktiv am Jugendfeuerwehrdienst. Auf die Frage, worauf er sich am meisten freut, sagt Yunis: „Am meisten freue ich mich auf die Gastfamilie, weil mich das tägliche Leben dort sehr interessiert und ich eine ’zweite Familie’ haben werde.“

Die Deutsche Stiftung Völkerverständigung hatte den Schüler und seine Familie zu der feierlichen Übergabe der Stipendien nach Hamburg eingeladen. Dr. Michael Eckstein, Vorsitzender der Stiftung, lobte das ehrenamtliche Engagement und wies auf die positiven Erfahrungen mit dem Schüleraustausch hin.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Wettbewerb um Austausch-Stipendien für Schulaufenthalte im Ausland. Weitere Informationen und die Termine der nächsten Schüler-Austausch-Messen in Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es im Internet.

Schulsanitäter proben den Ernstfall

Jugendliche an der Johannes-Brahms-Schule werden von den Johannitern zu Ersthelfern ausgebildet. Start nach den Ferien.

PINNEBERG | Dass sie gebraucht werden, zeigt sich bereits bei einem zufälligen Blick ins Sekretariat der Pinneberger Johannes-Brahms-Schule. Dort wird gerade eine Kaltkompresse ausgegeben. Ein Junge hatte sich beim Müllsammeln aus Versehen den Stab ins Auge gestochen. Er nimmt das blaue Paket dankbar an und drückt es auf die angeschwollene Stelle. Künftig gibt es für solche Fälle besondere Helfer. Vor den Sommerferien werden 24 Jugendliche zu Schulsanitätern ausgebildet. Die Schule hat einen Kooperationsvertrag mit den Johannitern abgeschlossen. Wenn die Schule nach den heißen Tagen wieder los geht, ist auch ihr erster Einsatztag.

Zurzeit lernen die Achtklässler an zwei Tagen alle wichtigen Fakten zur ersten Hilfe kennen. Dazu kommt der organisatorische Part, der ebenfalls entscheidend ist für den Erfolg des Projektes. Dienstpläne erstellen, Abläufe planen: Auch das gehört zum Alltag der Teenie-Sanitäter. Später soll es regelmäßige Schulungen einmal im Monat geben, erklärt Juliane Kalz, die regionale Jugenddezernentin der Johanniter. Mit realistischen Unfallszenarien wird der Ernstfall geprobt.

Auf die Idee kam die Schulelternbeiratsvorsitzende Carola Meyer. Sie habe selbst vier Kinder auf der Schule gehabt. Durch ihre Arbeitsstelle bei den Johannitern sei sie auf den Schulsanitätsdienst aufmerksam geworden. An anderen Schulen gebe es bereits Schulsanitäter. Für die Johanniter ist es aber die erste Kooperation im Stadtgebiet. Die Schulleitung war begeistert von dem Vorstoß der Mutter. „Je früher Kinder und Jugendliche zu Ersthelfern ausgebildet werden, umso selbstverständlicher gehen sie im Ernstfall damit um“, glaubt Schulleiterin Ortrud Bruhn. Die Hemmschwelle sei bei jungen Menschen geringer, sagt auch Meyer. Neben den Kenntnissen lernen die Helfer auch, eigenverantwortlich zu handeln, werden selbstbewusster im Umgang mit anderen Schülern.

Zwei bis drei Schüler werden täglich ihren Dienst schieben. Wenn ihr Pieper los geht, dürfen sie ausnahmsweise den Unterricht verlassen, um zu helfen. Meistens seien es Sportverletzungen, die behandelt werden müssen: Verstauchungen, Prellungen, Wunden. Im Sommer kann auch mal ein Kreislaufkollaps wegen der Hitze dazu kommen. Vorbereitet sind die Neuntklässler aber auf alle Eventualitäten. Von Verbrennungen bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Bei 1200 Schülern werden sie gut zu tun haben. „Es vergeht kein Tag, an dem nichts passiert“, sagt die Schulleiterin.

 

Die Vierzehnjährige Annika Perlebach ist eine von den neuen Schulsanitätern. „Ich möchte anderen helfen“, sagt sie überzeugt. Die medizinischen Themen interessieren sie zudem. Das war auch Annika Alberts (14) Grund, mitzumachen. „Ich kann mir gut vorstellen, später selbst Ärztin zu werden. Deshalb fand ich das Projekt natürlich besonders interessant.“

 

Schüler des Johannes-Brahms-Gymnasiums sammeln Geld für Mädchenschule in Kabul / Partnerschaft besteht seit zwölf Jahren

Schule. Bildung. Eine eigene Zukunft. Für junge Deutsche selbstverständlich, für Mädchen in Afghanistan erst seit zwölf Jahren überhaupt wieder denkbar. Seit 2002, seit dem Sturz der Taliban, lernen Mädchen in der Sorya-Schule in der Hauptstadt Kabul. Seit diesem Jahr besteht auch eine Partnerschaft zur Pinneberger Johannes-Brahms-Schule. Initiiert wurde die Verbindung von einer Pinneberger Familie mit Wurzeln in Afghanistan. Regelmäßige Basare spülten Geld an den Hindukusch, die Sorya-Schule konnte Computer anschaffen, auch eine Küche wurde eingebaut.

Doch irgendwann ging die Institution der Hilfsbasare verloren, der Kontakt drohte einzuschlafen. „Wir hatten dann die Idee, dass sich die Oberstufenschüler Projekte überlegen sollten“, erzählt Ann-Kathrin Dittmer aus der zwölften Jahrgangsstufe. Ihr Plan: Ein Kinoabend für die fünften bis achten Klassen der Johannes-Brahms-Schule und der Theodor-Heuss-Schule. Am Freitag, 13. Juni, ist es soweit. Ab 18.30 Uhr zeigen die Schüler fünf Filme parallel, der Eintritt beträgt 2,50 Euro. Verkauft werden außerdem Saft und Kinosnacks wie Popcorn, Nachos, Brezeln und Waffeln. Der Gewinn, der am Ende übrig bleibt, geht direkt nach Afghanistan. Die Oberstufenschüler hoffen auf viele Einnahmen und einen schönen Abend für ihre Mitschüler. „Das Geld fließt in die Ausstattung der Sorya-Schule“, sagt JBS–Schülerin Annika Green. Die Situation in Kabul wird schwieriger. Der schrittweise Abzug der Alliierten lässt die Gotteskrieger wieder erstarken und Mädchenschulen sind ein bevorzugtes Ziel der Taliban. Mit der Situation in dem Land haben sich die Schüler auch im Geografieprofil auseinandergesetzt.

NIKLAS HENKE - Pinneberger erkundet die Nanowelt

PINNEBERG | „Charakterisierung kristalliner Metallschichten mittels Röntgenstreuung“ – ein Thema mit dem sich sicher nicht jeder 19-Jährige ein ganzes Jahr lang beschäftigen möchte. Niklas Henke hat es getan. Mit seinen Ergebnissen verschaffte er sich nicht nur eine bessere Abiturnote, sondern nimmt auch am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ teil.

Niklas ist zusätzlich zu allen sonstigen Verpflichtungen an der Johannes-Brahms-Schule (JBS) einmal die Woche nach Hamburg gefahren. Im Stadtteil Bahrenfeld steht dort das Deutsche Elektronensynchrotron (Desy), ein Zentrum für Grundlagenforschung. 1800 Menschen arbeiten dort an einem der bekanntesten Teilchenbeschleuniger Deutschlands. Auch Niklas’ Großvater war einmal einer ihnen. „Als mir ein Lehrer vorschlug, eine besondere Lernleistung in Physik zu erbringen, konnte mein Großvater mir Kontakt zum Desy verschaffen“, erzählt der Schüler. Der Wissenschaftler Oliver Seeck nahm den Pinneberger daraufhin ein Jahr unter seine Fittiche. Niklas’ Ziel: Eine Metallschicht – nur wenige Nanometer (Ein Nanometer ist ein Miliardstel Meter) dick – mit Hilfe von Röntgenstrahlung zu analysieren. Ein langwieriges Verfahren. „Ich habe erst ein halbes Jahr die nötige Theorie lernen müssen“, erzählt der Gymnasiast. „Dann habe ich die Software auf die Probe abgestimmt.“ Die tatsächlichen Messungen musste Niklas dann an einem einzigen Sonnabend erledigen. Denn die sogenannte „Strahlzeit“, der Zugriff auf die starke Röntgenquelle, die am Desy benutzt wird, ist begehrt. Etablierte Wissenschaftler müssen sich lange im Voraus anmelden. Niklas konnte das Zeitkonto eines Doktoranden aus der Forschungsgruppe mitbenutzen. Seine eigene Probe konnte er aufgrund technischer Probleme dabei allerdings nicht verwenden. Solche Rückschläge sind Alltag in der Experimentalphysik. Und die Frage, die jeder Grundlagenforscher fürchtet: Was sind die praktischen Anwendungen für diese Arbeit? Niklas: „Solche Messverfahren werden unter anderem in der Halbleitertechnik benutzt, um Herstellungsfehler in sehr kleinen Bauteilen zu finden.“

Der JBS-Schüler ist dankbar für die Gelegenheit, so lange an einem großen Forschungszentrum zu arbeiten: „Ich hatte viel Glück mit meinen Betreuern.“ Ob er nach seinem Abitur Physik studieren will, weiß er aber nocht nicht. „Möglicherweise. Aber wenn, dann eher im theoretischen Bereich.“ Seine Ergebnisse hat er bereits präsentiert, diese Besondere Lernleistung ersetzt eine Mündliche Abiturprüfung. „Jugend forscht“ ist für ihn ein Bonus. Deswegen fährt Niklas ganz entspannt zur Siegerehrung nach Elmshorn. „Ich mache mir aber Hoffnungen zu gewinnen.“

Pinneberger Tageblatt vom 15.02.2014 (juw)

Schülerfirma auf Erfolgskurs

Johannes-Brahms-Schüler ziehen Bilanz: „Die Arbeit hat sich ausgezahlt“ / Bereits 128 Vintage-Produkte verkauft

Die von Pinneberger Zwölftklässlern ins Leben gerufene Firma Retune befindet sich auf Erfolgskurs. Die 13 Mitglieder des Unternehmens der Brahms-Schule sind gerade dabei, sich optimal für einen Landeswettbewerb für junge Unternehmer zu positionieren. Wie berichtet recyceln die Schüler Schallplatten und formen aus diesen Schalen, Etageren und Uhren. Sie überlegen ferner, kleinere Schüsseln sowie Blumenvasen zu kreieren. „Die Arbeit hat sich ausgezahlt“, bilanzierte Geschäftsführerin Pauline Seyfert. Die Zusammenarbeit untereinander funktioniere „super“, sie seien ein tolles Team.

Im Zuge der Hauptversammlung präsentierten die Schüler ihr im Oktober 2013 gegründetes Unternehmen einer breiten Zuhörerschaft. Die Firma hat fünf Abteilungen. Dazu gehören Geschäftsführung, Technik, Marketing, Verwaltung und Finanzen.

Mit ihrer regionalen Schülerfirma setzen die Beteiligten auf Unikate in Handarbeit. Den Schülern ist es gelungen, kreative Flyer mit Kontaktdaten und der Aufschrift „Scheiben Weise Kunst“ herzustellen. Auch ihr angestrebtes Umsatzziel haben sie erreicht. Der Weihnachtsverkauf lief erfolgreich. Insgesamt haben die Jugendlichen 128 Objekte verkauft. Wie bereits bei „Mott Optik“ geschehen, möchten die Unternehmer in weiteren Geschäften ausstellen. Größtes Ziel: das erfolgreiche Abschneiden beim Landeswettbewerb am 31. März.

An der Produktion sind alle Jugendlichen beteiligt. Die Vinylscheiben kommen bei 120 Grad in den Ofen. Die Platten lassen sich dann nach nur wenigen Minuten formen. Auch Lieblingsschallplatten nehmen die Schüler gern entgegen. Bei der Herstellung achten sie darauf, das Label mit dem Plattentitel zu erhalten, damit jeder Kunde ein Stück persönlicher Vergangenheit mit dem Produkt verbindet.

Die Jugendlichen benannten ihre Zielgruppen konkret. Ansprechen sollen die Vintage-Produkte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die genug Taschengeld erhalten, sowie trendbewusste Frauen, die den nostalgischen Stil mögen. Doch auch Käufer um die 50 Jahre sind interessant. „Denn keine Gruppe ist so mit den Schallplatten aufgewachsen wie diese Generation“, so die Jungunternehmer.

 

Das Junior-Projekt, in dessem Zuge die Schülerfirma gegründet wurde, gibt es an der Schule seit 2009. „Alle Mitglieder bringen tolle Voraussetzungen mit“, lobte Schulpatin Christine Seifert. Sinn des Vorhabens sei es, „eigenständig etwas auf die Beine zu bringen“.

www.retune-art.de

Pinneberger Tageblatt vom 06.02.2014 (heiderhoff)

Frankreich kommt nach Pinneberg

Französisch-Lektorin Marion Oury reist mit dem „France-Mobil“ durch Norddeutschland, um spielerische in die Fremdsprache einzuführen.

Sie lernen erst ein halbes Jahr Französisch, die Schüler der sechsten Klassenstufe der Johannes-Brahms-Schule (JBS). Doch für einen unterhaltsamen Vormittag mit Französisch-Lektorin Marion Oury reichte es bereits. Die 29-jährige Straßburgerin reiste mit ihrem Dienst-Renault – dem France-Mobil – in die Kreisstadt, um die jungen Pinneberger spielerisch für ihre Muttersprache zu begeistern.

Französischlehrerin Michaela John hatte den Kontakt hergestellt. „Wir hatten schon vor 15 Jahren ein ähnliches Angebot an der Schule.“ Nun soll auch die aktuelle Schülergeneration die Gelegenheit haben, mit Muttersprachlern zu interagieren. Die Schüler stellten sich vor, spielten Galgenmännchen und konnten ihren Wortschatz unter Beweis stellen: Unter Zeitdruck galt es, möglichst viele französische Wörter mit verschiedenen Anfangsbuchstaben an die Tafel zu schreiben. Während der verschiedenen Spiele konnten die Schüler regelmäßig durch den Raum toben, die Stimmung war ausgelassen.

Oury ist seit dem 2. September 2013 fürs France-Mobil tätig. „Ich habe vorher als Fremdsprachenassistentin in Österreich gearbeitet“, erzählt sie. Sie habe ihre Sprachkenntnisse aber weiter verbessern wollen und sich entschlossen, nach der Alpenregion anschließend den Norden des deutschen Sprachraums zu erkunden. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Gebiet besucht sie Kindergärten, Schulen und Berufsschulen. „Es macht unheimlich viel Spaß, mit den verschiedenen Kindern zu arbeiten“, beschreibt Oury ihre Erfahrungen.

 

Das France-Mobil gibt es seit 2002 – Vorbild waren die Deutsch-Mobile, die an französischen Bildungsstätten tätig waren. Das Programm wurde von der Robert-Bosch-Stiftung und der Französischen Botschaft in Berlin ins Leben gerufen. Derzeit sind bundesweit elf Lektoren tätig, seit Beginn des Programms nahmen 10 300 Schulen das Angebot wahr.

Pinneberger Tageblatt vom 30.01.2014 (willuhn)